Von ihren Anfängen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Papierproduktion in speziellen Handwerksbetrieben, in den so genannten Papiermühlen. Als Rohstoff diente gebrauchtes Leinengewebe, auch Hadern genannt. Die Papiermacherei gliederte sich in drei Stufen: Rohstoffaufbereitung (Sortieren, Schneiden, Waschen, Anfaulen, Zerfasern der Lumpen zu einem Brei), Herstellung (wie Aufbereitung des Breis fürs Schöpfen in der Bütte, Schöpfen, Pressen und Trocknen) und Veredelung (wie Leimen, Färben und Glätten des Papiers). Die europäische Papierherstellung begann um 1144 bei Valencia in Spanien. 1268 wurde in Fabriano die erste italienische Papiermühle gegründet, 1390 die erste deutsche Papiermühle von Ulman Stromer unter dem Namen Geismühl vor den Toren Nürnbergs.