Baumstämme werden zusammen mit Wasser zu Holzsplittern zermahlen. Je nachdem ob die Stämme entrindet sind oder nicht, spricht man nach dem Schleifen vom „Weißen Holzschliff“ oder vom „Braunen Holzschliff“. Dies ist dann ein „Halbstoff“ der zu Papier verarbeitet werden kann. Aus dem Holzschliff kann aber auch durch mehrstündiges Kochen (bei dem die Zellstruktur aufgelöst wird) in Chemikalien (Natron- oder Sulfitverfahren) Zellstoff (Zelluose) gewonnen werden. Die Zellstoffgewinnung ist langwieriger und der Ertrag ist geringer als bei der Holzschliff-Herstellung, aber die Qualität ist um ein vielfaches höher, da die restlichen Holzbestandteile (Harze, Gerbstoffe, Fette usw.) ausfallen. Die Zellulose muß jetzt noch gebleicht werden, um ein weißes Papier zu erhalten. Der Bleichvorgang findet oft mit Chlor statt, das aber nicht besonders umweltfreundlich ist, daher werden immer mehr Verfahren entwickelt, die das Chlor ersetzen. Aus diesem Halbstoff kann holzfreies Papier hergestellt werden. Meistens wird aber ein Gemisch aus den Halbstoffen (Holzschliff und Zellulose), Füllstoffen und Leimstoffen benötigt, dies ist dann der „Ganzstoff“. Bei dem Vermengen der Halbstoffe ist nicht nur das Verhältnis wichtig, es entscheidet über die hergestellte Papiersorte, sondern auch der Mahlvorgang der hierbei erfolgt. Je nachdem wie lang die Fasern geschnitten oder gequetscht werden, ist das Papier saugfähiger, reißfester oder hat andere Eigenschaften. Dieser Papierbrei der bis zu 98% aus Wasser besteht wird auf einer Langsiebpapiermaschine aufgetragen. Auf diesem Sieb, das wie ein Fließband arbeitet, wird das Wasser aus dem Papierbrei geschüttelt und gesaugt, die Papierfasern verfilzen. Das so entstandene Papier durchläuft noch verschiedene Press-, Trocken- und Glättstationen ehe es aufgerollt wird, jetzt hat es die Bezeichnung „Maschinenglattes Papier“. Hiernach wird das Papier entweder veredelt (s.a. Gestrichene Papiere, Satiniert usw.) oder es wird zu kleineren Rollen oder Bogen geschnitten.