Mit Multimedia bezeichnet man pauschal elektronisch gespeicherte, übertragene und dargestellte Medienprodukte und -Dienstleistungen. Wichtigste Merkmale sind dabei der gemeinsame Einsatz verschiedener statischer und dynamischer Medientypen (Text und Bild beziehungsweise Audio, Animation und Video) sowie im zweiten Schritt die Möglichkeit des Rezipienten, die Inhalte interaktiv zu nutzen. Dies setzt Datenübertragung zwischen dem Inhaltsangebot und dem Nutzer in beiden Richtungen voraus. Die Video-Komponente multimedialer Angebote ist mit großen Datenmengen verbunden, die entsprechend hohe Übertragungsraten erfordern. Daher spielen Technologien zur Datenspeicherung und -übertragung sowie zur Datenkompression für die Entwicklung und Einführung multimedialer Systeme eine entscheidende Rolle. Typische Multimedia-Anwendungen sind im privaten Bereich Lexika, Lernprogramme und Spiele, bislang hauptsächlich in Verbindung mit dem Speichermedium CD-ROM. Im kommerziellen Bereich gewinnt neben der länger bekannten Telekonferenz-Technik das kooperative Arbeiten im technischen Design über Online-Verbindungen zunehmend an Bedeutung.