Eine Matrize dient in der Schriftgießerei zum Guss von Drucktypen oder bei Bleisetzmaschinen zum Setzen und zum Gießen der Schriftzeilen. So schnitt Johannes Gutenberg für jedes Schriftzeichen einen Stempel aus gehärtetem Eisen. Diese Patrize gab die Type erhaben und seitenverkehrt wieder. Sie wurde in einen weicheren Kupferblock geschlagen – die Matrize. Sie gibt den Buchstaben vertieft und seitenrichtig wieder. Matrize nennt sich auch die verwendete Hohlform beim Prägen. Zwischen Matrize und Patrize wird das zu prägende Material gelegt. Das Verformen, zum Beispiel für Bucheinbände oder auch Münzen, erfolgt durch hohen Druck.