Bei Papier, das nach der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein hergestellt wurde, kommt es durch Säurefraß vielfach zu Zerfallserscheinungen. Als Gründe gelten neben dem Gehalt an Lignin aus dem Papierrohstoff Holzschliff vor allem das Aluminiumsulfat (Alaun), das durch die Masseleimung im Papier zurückbleibt. Sowohl Holzschliff als auch Masseleimung fanden von etwa 1850 an Verbreitung.Die DIN-ISO 6738 teilt Papiere nach den Ergebnissen einer künstlichen Alterung in vier Beständigkeitsklassen („LDK-Klassen“) von mindestens 50 Jahren bis absolut alterungsbeständig ein. Nach der DIN-ISO 9706 gelten Papiere als alterungsbeständig, wenn sie ausschließlich aus Zellstoff hergestellt sowie säure- und holzfrei sind, zu mindestens 2 Prozent alkalische Puffersubstanzen zur Neutralisation von Säuren enthalten und einen pH-Wert von 7,5 bis 9,5 besitzen.